Mehfachteilnahmen und wie Sie diese verhindern können

Obwohl es im grossen Universum der Anwendungsbereiche einer Onlineumfrage durchaus Projekte gibt, bei denen es sinnvoll ist, wenn Teilnehmende mehrfach an der Umfrage teilnehmen können, ist diese Option nicht immer erwünscht. Unser Umfragetool bietet Ihnen daher eine Auswahl an Funktionen an, über die Sie Mehrfachteilnahmen unterbinden können. Welche genau das sind, wie Sie diese anwenden und ob Mehrfachteilnahmen überhaupt ein Thema sind, mit dem Sie sich für Ihr Umfrageprojekt auseinandersetzen sollten, beschreibt der folgende Blogbeitrag.


Was sind «Mehrfachteilnahmen»?

Unter Mehrfachteilnahmen verstehen wir Fragebögen, welche von einem/einer Teilnehmenden ausgefüllt wurden, der/die bereits zuvor mindestens ein Mal an der Umfrage teilgenommen hat.

Für die mehrfache Teilnahme an Umfragen kann es verschiedene Gründe geben: Vielleicht erwartet die Teilnehmenden am Ende der Befragung eine attraktive Belohnung oder ein interessantes Gewinnspiel? Oder der/die Teilnehmende ist so begeistert von Ihrem Produkt, dass er/sie diese Begeisterung direkt zwei oder drei Mal zum Ausdruck bringen möchte? Auch dass die Teilnehmenden schlicht vergessen haben, dass sie die Umfrage bereits ausgefüllt hatten, kann ein Grund für eine Mehrfachteilnahme sein. Seltener ist zudem auch das absichtliche beeinflussen der Umfrageergebnisse das Ziel von Teilnehmenden, die mehrfach an einer Befragung teilnehmen.

Unabhängig von der Motivation der Teilnehmenden für die erneute Teilnahme, können Mehrfachteilnahmen negative Auswirkungen auf die Datenqualität Ihrer Umfrage haben. So ist es beispielsweise wahrscheinlich, dass Teilnehmende, die alleinig Ihre Chancen auf einen Gewinn erhöhen möchten, bei der zweiten oder dritten Teilnahme wahllos Antworten ankreuzen und somit verschmutzte Daten generieren, die das Ergebnis verzerren (mehr zum Thema verschmutzte Daten finden Sie in unserem Blogeintrag Speeder, Musterankreuzer und Straightliner: Verschmutzte Daten und wie man Ihnen entgegenwirken kann ).
Auch wenn Teilnehmende den Fragebogen mehrfach ehrlich ausfüllen, wird das Ergebnis durch die Mehrfachteilnahmen verfälscht, da die Rückmeldung des/der entsprechenden Mehrfachteilnehmers/Mehrfachteilnehmerin in der Gesamtstichprobe Ihrer Umfrage nun überrepräsentiert wird.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass Sie sich vor dem Start Ihrer Umfrage mit der Thematik auseinandersetzen und sich die Frage stellen: Gibt es für die Teilnehmenden meiner Umfrage Anreize, den Fragebogen mehrfach auszufüllen? Und hätte eine solche Mehrfachteilnahme negative Auswirkungen auf die geplante Auswertung / Weiterverwertung der Umfragedaten?


Mehrfachteilnahmen einmal erwünscht, einmal unerwünscht – ein Beispiel

Projekt A:
Sie planen Workshops, an denen die Mitarbeitenden Ihres Unternehmens kostenlos teilnehmen können. Für die Anmeldung zu den entsprechenden Workshops erstellen Sie eine Onlineumfrage, bei der die Teilnehmenden ihre Kontaktdaten angeben und den gewünschten Workshop auswählen können. Um die Erstellung der Teilnehmerlisten möglichst einfach zu gestalten, ist pro Workshop eine Anmeldung erforderlich. Es gibt keine Begrenzung dafür, für wie viele Workshops sich ein/e Mitarbeiter/in anmelden darf.

In diesem Anwendungsfall ist es durchaus sinnvoll und auch erwünscht, dass die Teilnehmenden mehrmals an der Umfrage teilnehmen können. Mehfachteilnahmen stellen in Bezug auf die Auswertung kein grosses Risiko dar. Einzig die Teilnehmerlisten für die einzelnen Workshops sollten ggf. noch manuell auf Doppel-Einträge überprüft werden für den Fall, dass ein/e Teilnehmende/r sich aus Versehen zwei Mal für denselben Workshop angemeldet hat.

Projekt B:
Um die Rückmeldungen der Teilnehmenden zu den Workshops zu sammeln und diese für das kommende Jahr weiter zu verbessern, planen Sie Feedback-Umfragen durchzuführen. Dabei wird für jeden der angebotenen Workshops eine eigene Umfrage mit Workshop-spezifischen Fragen erstellt. An der Umfrage teilnehmen sollen alle Mitarbeitenden, die den entsprechenden Workshop besucht haben.

In diesem Anwendungsfall ist es wichtig, dass jede/r Teilnehmende nur einmal Feedback abgeben kann um sicherzustellen, dass die Rückmeldungen aller Teilnehmenden in der Auswertung mit demselben Gewicht einfliessen. Daher sollten Mehrfachteilnahmen verhindert werden.


Mehrfachteilnahmen verhindern – unsere Funktionen

In unserem Umfrage-Tool gibt es grundsätzlich drei Optionen, die Sie dabei unterstützen, Mehrfachteilnahmen möglichst zu verhindern: den Befragungstyp «geschlossene Umfrage», sowie die weiteren Sicherheitsoptionen «Cookie-Sperre» und «IP-Sperre».


Geschlossene Umfrage

Der Umfragemodus «geschlossene Umfrage» ist die sicherste Option um eine Mehrfachteilnahme zu verhindern. Im Unterschied zu den Befragungstypen «offene» und «halboffene Umfrage», bei denen der Zugangslink (und im Fall der halboffenen Umfrage auch das Passwort) für alle Teilnehmenden identisch sind, werden beim Befragungstyp «geschlossene Umfrage» individuelle Zugangslinks oder Passwörter erstellt.

Jede/r Teilnehmende hat damit genau einen Zugang zur Umfrage zur Verfügung. Mehrfachteilnahmen sind nur möglich, wenn ein/e Teilnehmende/r mehrmals zur Befragung eingeladen würde oder von anderen Teilnehmenden die entsprechenden Zugänge erhält.

Um den Befragungstyp «geschlossene Umfrage» für Ihre Umfrage einzustellen, gehen Sie bei der entsprechenden Umfrage in den Menübereich «Teilnehmer» und klicken bei «1. Schritt > Befragungstyp wählen» auf den Link «offen, halboffen, geschlossen»
Wählen Sie nun im anschliessenden Menü die geschlossene Umfrage an und speichern Sie Ihre Einstellungen anschliessend über den grünen Button «Jetzt speichern!» ab.

Wichtig: Eine geschlossene Umfrage ist im Unterschied zur halboffenen oder offenen Umfrage grundsätzlich nicht anonym, da sich die einzelnen Teilnehmenden über den Ihnen zugewiesenen individuellen Zugang identifizieren lassen. Wenn Sie Ihren Teilnehmenden die Anonymität gewährleisten, aber dennoch von den Vorteilen der geschlossenen Umfrage profitieren möchten, aktivieren Sie zusätzlich die «Anonymisierungsgarantie» im Menübereich «Teilnehmer» unter «1. Schritt > Weitere Sicherheitsoptionen > Anonymisierungsgarantie».

Weitere Informationen zu den verschiedenen Befragungstypen finden Sie auch in unserem Blogbeitrag Welcher Umfragemodus (offen / halboffen / geschlossen) ist der Richtige für mich? .


Cookie- und IP-Sperre

Wenn die geschlossene Umfrage für Ihr Projekt nicht in Frage kommt (z.B. weil Sie diese über einen QR-Code am Ende des Workshops einblenden möchten und der Zugangslink daher für alle Teilnehmenden zwingend derselbe sein muss) oder Sie Ihre Umfrage zusätzlich zur geschlossenen Umfrage noch weiter absichern möchten, stehen Ihnen im Menübereich «Teilnehmer» unter 1. Schritt > Weitere Sicherheitsoptionen» die Funktionen «Cookie-Sperre» und «IP-Sperre» zur Verfügung.

Wie es die Namen schon sagen, verhindern die zwei Funktionen nach dem ersten Zugriff das erneute Aufrufen eines neuen Fragebogens entweder anhand der IP-Adresse des/der Teilnehmenden oder auf Basis der gespeicherten Cookies im Browser. Unser System prüft dabei, ob bereits ein Rücklauf mit der entsprechenden IP besteht oder ob im Browser bereits ein Umfrage-Cookie vorhanden ist, das zu der entsprechenden Umfrage gehört.

Dies kann in bestimmten Fällen jedoch auch zu Unstimmigkeiten führen. Beispielsweise dann, wenn mehrere Teilnehmende sich im selben Firmennetz befinden und daher dieselbe IP-Adresse haben oder wenn ein Gerät von mehreren Personen zum beantworten des Fragebogens verwendet wird. In beiden Fällen wäre eine Teilnahme jeweils nur für die erste Person möglich, alle weiteren Teilnehmenden aus diesem Firmennetz / von diesem Gerät würden danach durch die Cookie- oder IP-Sperre blockiert.

Einen kurzen Überblick über die Funktionsweise und allfällige Herausforderungen mit der Cookie- und IP-Sperre finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. Grundsätzlich gilt, dass die Cookie-Sperre in vielen Fällen ein geeignetes Mittel ist, während die IP-Sperre nur mit Vorsicht eingesetzt werden sollte, da über diese ganze Firmen oder öffentliche Institutionen von einer Teilnahme ausgeschlossen werden können.

 Cookie-Sperre  IP-Sperre
Lässt erneuten Zugriff auf Umfrage nicht zu, wenn…… im Browser bereits ein OU-Umfrage-Cookie vorhanden ist, dass zur entsprechenden Umfrage gehört  … bereits ein Rücklauf mit derselben IP-Adresse in der Datenbank der Umfrage vorliegt
Kann umgangen werden, in dem…… die Browser-Cookies gelöscht werden   … ein anderer Browser verwendet wird   … ein anderes Gerät verwendet wird  … ein anderes Netz (z.B. mobiles Netz, Heim- oder Firmennetz etc.) verwendet wird   … über VPN oder einen ähnlichen Service eine neue IP-Adresse erlangt wird  
Führt ggf. zu Unstimmigkeiten, wenn…… mehrere Teilnehmende dasselbe Gerät (und denselben Browser) verwenden  … mehrere Teilnehmende über dieselbe IP-Adresse auf die Umfrage zugreifen (z.B. Firmen, Haushalte, öffentliches WLAN an einer Universität / Schule etc.)  

Aus den oben aufgeführten Gründen, ist es wichtig, den Einsatz der Cookie- und/oder IP-Sperre jeweils gründlich zu überdenken. Im Zweifelsfall stehen Ihnen unsere Consultants bei der Entscheidung für/gegen eine IP- und/oder Cookie-Sperre gerne beratend zur Seite.

Um die Cookie- und/oder IP-Sperre in Ihrer Umfrage zu aktivieren, gehen Sie in den Menübereich «Teilnehmer» und wählen unter «1. Schritt > Weitere Sicherheitsoptionen» den entsprechenden Link an. Setzen Sie im erscheinenden Menü die entsprechenden Haken und speichern Sie Ihre Eingabe über einen Klick auf den grünen Button.


Unsere Empfehlung

Grundsätzlich empfehlen wir, wenn Mehrfachteilnahmen für Ihre Umfrage nicht erwünscht sind, nach Möglichkeit immer den Befragungsmodus «geschlossene Umfrage» (ggf. mit aktiver Anonymisierungsgarantie) zu verwenden. Dies ist die sicherste Art und Weise, Ihre Daten vor den negativen Effekten von Mehrfachteilnahmen zu schützen.

Sollte die geschlossene Umfrage keine Möglichkeit sein, ist die Cookie-Sperre in der Regel eine gute Option, um dennoch einen gewissen Schutz vor Mehrfachteilnahmen zu haben. Die IP-Sperre sollte dagegen nur dann angewendet werden, wenn mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass mehrere Teilnehmende vom selben Netzwerk aus teilnehmen.

Eigene Fonts (Schriftarten) einbinden

Um Ihre Umfrage mit eigenen Schriftarten auszustatten, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Prüfen Sie erst einmal, ob bei den von uns angebotenen Systemschriften eine passende Alternative dabei ist. Wir haben versucht, für die meisten gängigen Schriften passende lizenzfreie Google-Schriften als Alternative anzubieten. Sie finden die generell verfügbaren Schriften mit einem einzigen Klick aktivierbar unter «Fragebogen > Aussehen/Eigenes Logo» rechts unten.
Standard Schriftarten des Systems

2. Sollten Sie eine andere Schrift bevorzugen oder mehrere Schriften kombinieren wollen, können Sie die Schrift(en) auch über die Funktion «Fragebogen > Aussehen/Eigenes Logo > Eigene CSS» selbst importieren.

Schriften aus Google Fonts können dabei besonders einfach integriert werden:

Wählen Sie die Schrift dazu einfach unter Google Fonts aus, klicken Sie auf «@import» und kopieren Sie den gelb markierten Code.

Sie können diesen Code dann in onlineumfragen.com unter «Fragebogen > Aussehen/Eigenes Logo > Eigene CSS» in den eigenen CSS-Code kopieren.

@import url('https://fonts.googleapis.com/css2?family=Noto+Sans:ital,wght@0,400;0,700;1,400;1,700&display=swap');

Sie können dann beliebige CSS-Klassen, die in der Umfrage verwendet werden, umdefinieren.

Die Umfrage können Sie unter «Fragebogen > Ganzen Fragebogen testen!» testen und dann z.B. mit Chrome im Entwicklertools aktivieren, um den Quellcode zu untersuchen. Sie sehen dann die verwendeten CSS-Klassen:

Quellcode untersuchen mit Google Chrome und CSS-Klassen erkennen

Der Titel über der Frage ist immer «fragetitel». Sie können also in den «Eigene CSS» einfach die Klasse fragetitel neu definieren:

.fragetitel { font-family: "Noto Sans", Arial, Helvetica, sans-serif, sans }

Die typischen Klassen, die meistens in einem neuen Font erscheinen sollen sind folgende (sie können diese CSS-Definitionen einfach so übernehmen und den Font anpassen):

.schriftklein, .schriftmittel, .schriftgross, .bodytext, .breadcrumbblack, .agbtext, .hinweiscol, .fragetitel { font-family: "Noto Sans", Arial, Helvetica, sans-serif;}

Möchten Sie ganz eigene Schriften verwenden, für die Sie eine Lizenz besitzen, auch wenn sie in der Umfrage angezeigt werden? Dann können Sie über unseren Support unter info@onlineumfragen.com gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Unsere Survey Consultants helfen Ihnen gerne weiter. Wir binden die Schrift dann lokal auf unsere WebServer / Proxy-Server ein, damit die Schrift bei uns jederzeit zugänglich ist (gehostet wird), und binden diese über die «Eigene CSS»-Funktion für Sie ein.

Pfade in langen Fragebögen schneller Testen mit gruppenspezifischen Pfaden

Wenn Sie öfters mit langen Fragebögen und komplexen Pfaden zu tun haben, kennen Sie dieses Szenario bestimmt:

Sie klicken sich durch den halben Fragebogen um zu den Fragen zu gelangen, bei denen Sie die Pfade hinterlegt haben. Leider funktioniert etwas noch nicht wie gewünscht. Sie nehmen die entsprechenden Änderungen im Admin-Bereich vor, und schon geht es wieder los: Gefühlte 100 Klicks sind notwendig, bis Sie im live-Fragebogen wieder an der richtigen Stelle sind um den anpepassten Pfad zu testen.

Gerade bei komplexen Pfadlogiken, wo häufig erst mehrere Versuche zur richtigen Programmierung führen, ist das ständige «Durchklicken» durch den live-Fragebogen sehr mühsam.

Wenn Sie oben genannte Situation nur zu gut kennen, dann haben wir gute Neuigkeiten für Sie. Es gibt einen Trick, der Ihnen das Programmieren und Testen von Pfaden in langen Fragebögen stark erleichtert: Verwenden Sie gruppenspezifische Pfade! Eine unserer Kundinnen hat uns auf diese Verwendung von gruppenspezifischen Pfaden aufmerksam gemacht, und wir wollten Ihnen diesen Tipp nicht vorenthalten.

Das Konzept ist einfach: Anstatt sich ständig durch den gesamten Fragebogen zu quälen, um zu einem spezifischen Punkt zu gelangen, erstellen Sie einen gruppenspezifischen Pfad, der alle für den Pfadtest irrelevanten Fragen des Fragebogens ausblendet.

 

Wie genau Sie beim erstellen des gruppenspezifischen Pfads für einen Pfadtest vorgehen sollten, illustrieren wir Ihnen anhand des folgenden Beispiels:

Wir möchten für einen Fragebogen mit insgesamt 70 Fragen die Pfade einrichten und anschliessend auch direkt testen. Pfadlogiken gibt es in den Fragen 15 (Ein-/Ausblenden der Fragen 16-21), 32 (Ein-/Ausblenden der Fragen 33-40) und 61 (Ein-/Ausblenden der Fragen 62-70). 

In einem ersten Schritt erstellen wir den gruppenspezifischen Pfad. Dafür klicken wir im Menübereich «Fragebogen» unter «Erweiterte Optionen» -> «Pfade (Fragen ein-/ausblenden)» auf den Link «[Initialpfad ändern / teilnehmerspezifische Pfade / Zeitsteuerung ändern]» und wählen anschliessend die Option «gruppenspezifische Pfade hier hinterlegen» an.

 

 

Nun geben wir dem gruppenspezifischen Pfad einen Namen (welchen wir später beim Erfassen der Testadressen in die Spalte «Notiz» eintragen werden), z.B. «Pfadtest», und fügen im rechten Feld den Initialpfad für die Fragen ein, die für den Pfadtest relevant sind. In oben genanntem Beispiel sind das die Fragen 15-21, 32-40 und 61-70.

 

Sie möchten Ihr Wissen zu Initialpfaden auffrischen?
Dann ist unser  Quickstart «Initialpfade» genau das Richtige für Sie.

 

 

Anschliessend klicken wir im Kasten «Initialpfad» auf die Option «Initialpfad aktiv: Teilnehmer sieht nur ganz bestimmte Fragen (absolute Fragenummern, siehe Hinweis roter Kasten unten).» und speichern unsere Einstellungen über einen Klick auf den grünen Button «Jetzt speichern!».

 

 

 

Fast geschafft! Damit wir nun auch vom gruppenspezifischen Pfad für unsere Pfadtests profitieren können, brauchen wir nur noch im Menübereich «Teilnehmer» unter «2. Schritt» -> «erfassen, ändern, löschen, sehen» die gewünschte Anzahl Test-Adressen zu erfassen und jeweils in der Spalte «Notiz» die Gruppenbezeichnung des eingestellten gruppenspezifischen Pfads einzufügen, in diesem Fall also «Pfadtest».

Wenn wir uns nun die Testlinks im Menübereich «Teilnehmer» unter «Einladungs-Mails versenden (Menü)» zusenden und den entsprechenden Link zum Testen unserer Pfade verwenden, werden uns nur noch die Fragen angezeigt, die für den Pfadtest relevant sind. Das ständige Durchklicken ist Vergangenheit!

 

Achtung!
Bitte beachten Sie, dass gruppenspezifische Pfade bei offenen und halb-offenen Umfragen nur funktionieren, wenn die Teilnehmerverfolgung eingeschaltet ist (Haken).

 

 

 

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Tipp bei der Arbeit mit langen Fragebögen weiterhelfen wird. Falls Sie noch weitere Fragen zu den Pfaden haben oder Hilfe benötigen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir unterstützen Sie gerne beim Erfassen Ihres Fragebogens!

Erläuterung/Fussnote einfügen

Sie möchten ihrer Frage noch eine Erläuterung oder Fussnote hinzufügen, die unterhalb des «Nächste Frage» (Weiter)-Buttons erscheint? Dies ist mit dem Code %SUB _____ SUB% in wenigen Schritten bei allen Fragetypen ganz einfach möglich:

  1. Wählen Sie im Menubereich «Fragebogen» bei der Frage, die einer Erläuterung bedarf, auf «ändern».
  2. Im Textfeld zur Fragestellung können Sie nun mit dem Code %SUB _______ SUB% ihre Erläuterung eintragen. Falls Sie diese noch mit einer hochgestellten Zahl versehen möchten um sie zuweisen zu können, können Sie dies mit %HOCHxHOCH% tun (x steht als Platzhalter für jede beliebige Zahl oder jeden beliebigen Buchstaben).
  3. Drücken Sie auf «Änderungen vornehmen!» und speichern Sie somit Ihre Änderungen. Das war´s schon, Sie haben eine Erläuterung hinzugefügt.
    Wenn Sie nun ihren Fragebogen testen erscheint die Erläuterung unterhalb der Navigationsbuttons. Achtung: Fussnote/Erläuterung erscheint nicht in der Vorschau, die Sie sehen wenn sie auf «Änderungen vornehmen!» drücken. Sie müssen im Menubereich «Fragebogen» auf «Ganzen Fragebogen testen!» klicken um Ihre Fussnote zu prüfen.Abstand zwischen Fussnote und Navigationsbutton vergrössern
    Sie möchten den Abstand zwischen den Navigationsbuttons und der Erläuterung vergrössern. Fügen Sie einfach %LF% zu Ihrer Erläuterung hinzug (%LF% kann mehrmals verwendet werden. Ein %LF% resultiert in einer leeren Zeile Abstand zwischen Navigationsbutton und Erläuterung). Möchte ich also beispielsweise meine Erläuterung drei Zeilen nach unten verschieben verwende ich den Code
    %SUB %LF% %LF% %LF% Erläuterung SUB%

Drücken Sie auf «Änderungen vornehmen!» und wählen Sie im Menubereich «Fragebogen» die Option «Ganzen Fragebogen testen!». Nun wird Ihre Erläuterung drei Zeilen weiter unten erscheinen als zuvor:

Falls Sie noch weitere Fragen zu Erläuterungen/Fussnoten haben oder Hilfe benötigen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren! Wir sind gerne für Sie da und unterstützen Sie bei der Gestaltung ihres Fragebogens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text im Footer einfügen (zusätzlich zu einem Footerbild)

Sie haben Ihr Logo als Footerbild definiert, möchten zusätzlich aber noch einen Text in den Footer integrieren oder einen Link zu Ihren AGB´s platzieren? Dann können Sie mit dem Code %FOOTERTEXT% arbeiten. Gehen Sie dafür folgendermassen vor:

1. Ausgangspunkt ist Ihre Umfrage mit einem einfachen Footer-Logo, welches z.B. unten rechts platziert ist.

 

2. Gehen Sie nun im Menubereich «Fragebogen» bei der gewünschten Frage, bei welchem Sie den zusätzlichen Textfooter einrichten möchten, auf «ändern». Geben Sie nun im Textfeld für die Fragestellung den folgenden Code ein:

%FOOTERTEXT Hier kommt nun Ihr gewünschter Text FOOTERTEXT%

 

Wiederholen Sie diesen Vorgang für jede Frage, in welchem der Footertext erscheinen soll. Wenn Sie dann Ihren Fragebogen testen, erscheint folgendes Bild:

 

 

Sie sehen nun, dass der eingegebene Text im Footer erscheint. Allerdings ist dieser noch nicht wirklich schön in der Umfrage positioniert. Um dies anzupassen, können Sie unter «Aussehen/Eigenes Logo» –> «CSS-Definitionen» die Positionierung und Gestaltung des Textes anpassen.

 

Wenn Sie Ihre gewünschte Formatierung erstellt haben und den Fragebogen erneut testen, sieht Ihr Fragebogen folgendermassen aus:

 

Sie können hier anstelle eines normalen Textes nun z.B. auch eine Verlinkung auf eine Website einfügen, indem Sie mit dem Code %LINK% arbeiten. Folgendes Beispiel zeigt, wie Sie in einem solche Fall vorgehen können:

 

Live sieht dies dann folgendermassen aus:

 

Falls Sie Hilfe bei der Gestaltung Ihres Footers benötigen, können Sie uns natürlich auch gerne jederzeit kontaktieren. Wir helfen Ihnen bei Ihren Wünschen gerne weiter und unterstützen Sie so gut wie möglich.

Redirect auf externe URL für beendete oder unterbrochene Umfragen

Wenn eine Umfrage beendet oder unterbrochen ist, können Sie unter «Fragebogen» bei «3. Schritt» auf «Timer/Infotext» klicken und dort weitere Einstellungen vornehmen, was genau bei einer unterbrochenen oder beendeten Umfrage angezeigt wird, falls Teilnehmende doch noch einsteigen möchten (und den Link zur Umfrage aufrufen).

Sie können zum Beispiel einen individuellen Text erfassen, der dann angezeigt wird. Zum Beispiel «Die Umfrage ist nun beendet. Vielen Dank für Ihr Interesse».

Wenn Sie die Option «Text im Design der Umfrage anzeigen» aktivieren, wird die Seite zudem im selben Design wie die Umfrage angezeigt (Header/Footer/Logo, etc.).

Sie können aber auch den Code

%REDIRECThttps://www.renault.deREDIRECT%

eingeben. Natürlich können Sie zwischen %REDIRECT und REDIRECT% irgendeine gültige URL angeben. Dieser Code führt dazu, dass die Seite gar nicht angezeigt wird, sondern es wird direkt ein Redirect auf die angegebene URL ausgelöst, d.h. die Teilnehmenden werden, wenn Sie den Link zur Umfrage eingeben und die Umfrage ist beendet oder unterbrochen, direkt zu der angegebenen URL umgeleitet. Dies ist zum Beispiel sehr praktisch, wenn Sie eine komplett eigene «Beendet»-Seite gestaltet und ins Internet stellen können oder Sie eine Umfrage in einer WebSite direkt eingebunden haben und die Umfrage nach Unterbruch z.B. auf eine leere Seite, einen speziellen FRAME oder die Startseite umleiten soll.

 

 

 

Dramaturgie eines Fragebogens

Nach welchen Regeln sollen Sie den Ablauf Ihres Fragebogen erstellen?

So verschieden Fragebögen sein können, sie weisen alle eine ähnliche Dramaturgie auf. Dabei gibt es einige Punkte zu beachten, die dem Befragten helfen die Motivation zu steigern und den Fragebogen komplett auszufüllen.

  • Die Einstiegerfrage: Die ersten Fragen im Bogen sind beinahe die Wichtigsten. Denn diese entscheiden, ob der Befragte den Bogen beantworten möchte oder nicht. Tendenziell ist die Abbruchquote am Anfang um einiges höher, als während eines Fragebogens. Aus diesem Grund sollten einfache, aber dennoch themenbezogene Fragen verwendet werden, die beim Befragten Interesse auslösen und zum weiteren Beantworten anregen. Für den Befragten muss sich der Aufwand.
    Einstiegerfragen sollten demnach:

    • spannend sein
    • themenbezogen (inhaltlich)
    • einfach formuliert sein
    • am besten sich auf den Befragten selbst beziehen
    • von allen Befragten zu beantworten sein
  • Logik des Fragebogens: Wichtig ist die Logik des Fragebogens. Diese muss von dem Befragten verstanden werden. Aus diesem Grund kann es sich lohnen, Kategorien von Fragen zu erstellen, und diese blockweise durchzuführen, wie z.B zuerst alle Fragen zum Thema Familie, dann z.B zum Thema Politik. Zwischen den Themenblöcken kann dann jeweils eine Zwischenseite eingeführt werden, in der das neue Thema kurz beschrieben wird.
  • Heikle Fragen: Heikle Fragen, die sensible Themen, wie z.B Sex, oder Geld, o.Ä. betreffen sollten eher gegen Ende des Fragebogens gestellt werden. Ansonsten wird die Abbruchquote eher hoch ausfallen. Um dennoch Antworten auf heikle Fragen zu erhalten, gibt es verschiedene Strategien:
    • Die Zielperson an die absolute Vertraulichkeit ihrer Angaben und damit die eigentliche Belanglosigkeit der Antwort erinnern
    • Den nämlichen Sachverhalt in abgeschwächter Form darzustellen oder als geläufiges, normales Verhalten darzustellen («nicht so schlimm, wenn jeder es macht»)
    • Den Sachverhalt in der Vergangenheit abfragen («als Sie ein Kind waren…»), dies schwächt die Frage wiederum ab
    • Usw.
  • Demographische Fragen: Demographische Fragen sollten eher ans Ende des Fragebogens gesetzt werden, da diese für den Befragten nicht sonderlich spannend zu beantworten sind.

 

Quelle: Porst, Rolf (2008): Fragebogen – Ein Arbeitsbuch, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

 

Fragetypen: Offen, Halboffen oder Geschlossen

Welche Fragetypen gibt es?

Es gibt drei verschiedene Arten von Fragen beim Design eines Fragebogens. Dies ist zum einen die geschlossene, zum anderen die offene, und zuletzt die halboffene Frage.

  • Geschlossen: Bei geschlossenen Fragen gibt es eine klar definierte und somit auch begrenzte Auswahl möglicher Antwortkategorien.
    • Beispiel: Wie stark interessieren Sie sich für Politik?
      • Sehr stark
      • Stark
      • Mittel
      • Wenig
      • Überhaupt nicht
    • Es kann also nur aus den fünf vorgegeben Kategorien eine Antwort ausgewählt werden.
  • Offen: Bei der offenen Frage gibt es keine vorgegebenen Antwortskategorien, stattdessen soll die befragte Person eine eigene Antwort in ein freies Feld eintippen.
    • Beispiel: Welche berufliche Tätigkeit üben Sie aus?
      • ____________________________________________
    • Der Befragte kann nun eine eigene Antwort auf der vorgedruckten Linie verfassen.
  • Halboffen: Die halboffene Frage ist ein Mittelweg zwischen den beiden obengenannten Typen. Dabei werden dem Befragten zwar Antwortmöglichkeiten vorgelegt, diese werden jedoch um eine weitere, leere Zeile (z.B Weitere: oder Sonstiges:) ergänzt, die wie eine offene Frage beantwortet werden kann.
    • Beispiel: Welchen Einkaufsladen besuchen Sie am häufigsten?
      • Coop
      • Migros
      • Aldi
      • Lidl
      • Andere: ____________________
    • Falls keine der obengenannten Kategorien der Antwort des Befragten entspricht, kann dieser auf der letzten Linie eine eigene Antwort verfassen.

Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen?

Generell ist die geschlossene Frage der meist verwendete Typ in standardisierten Befragungen. Die geschlossene Frage hat den Vorteil, dass sowohl die Datenaufnahme als auch die spätere Auswertung schnell und effizient ausgearbeitet werden können. Der Nachteil liegt darin, dass gewisse Befragte sich wohl in keiner der angebotenen Kategorien sehen und die Frage demnach entweder nicht beantworten (item non-response) – oder noch schlimmer «einfach irgendetwas» angeben (Falschangabe). Dazu kommt, dass die vorgegebenen Antwortkategorien den Befragten beeinflussen. Dies lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Nehmen wir folgende Frage als Ausgangsituation «Wie lange schauen Sie an einem normalen Werktag Fernsehen?». Die Breite der Antwortkategorien haben nun einen Einfluss auf die gegebenen Antworten. Nehmen wir an: In Version 1 reichen die Ausprägungen beispielsweise von einer halben Stunde bis zu mehr als 2.5 Stunden, in Version 2 hingegen ist die niedrigste Ausprägung weniger als 2.5 Stunden und die höchste mehr als 5. Der Befragte, der sich als durchschnittlichen Fernsehschauer einschätzt wird in beiden Fällen eine der mittleren Ausprägungen wählen, obwohl deren Zahlen differenzieren. Aus diesem Grund sollte man bei der Ausarbeitung der Antwortskategorien sehr sorgfältig und bewusst vorgehen.

Die offene Frage hat zum Vorteil, dass die Information vom Befragten nicht in eine Kategorie gezwängt werden muss, sondern eins zu eins wiedergegeben werden kann. Die Gefahr dabei ist jedoch, dass die gegebene Information nicht diejenige ist, die der Interviewer mit der Frage einholen wollte. Aus diesem Grund muss die Frageformulierung bei offenen Fragen präzise und deutlich gestellt werden. Gleichzeitig helfen offene Fragen jedoch auch die Motivation der Teilnehmer zu steigern, da das Lese-Ankreuzschema gebrochen wird, und der Befragte von sich selbst erzählen kann.

Die halboffene Frage bietet sich immer dann besonders gut an, wenn das tatsächliche Universum möglicher Antworten auf eine Frage zwar abgeschätzt, jedoch nicht ausgeschöpft werden kann. Die Restkategorie kann demnach sehr unterschiedlich besetzt sein. Wichtig ist jedoch, dass dem Befragten eine Möglichkeit geboten wird, sich selbst in eine Kategorie zu setzen, da ansonsten die Motivation zur Teilnahme sinken würde.

Wann brauche ich welchen Typ?

Eine perfekte Regel, wann welcher Typ gebraucht werden soll, gibt es leider nicht. Dennoch kann folgende Vorgabe helfen:

Die Geschlossene Frage verwenden Sie, wenn das Universum der Antworten sicher bekannt ist und aus einer bestimmten und bestimmbaren Menge besteht, wenn die Anzahl der möglichen Antworten nicht zu gross ist, wenn die Frage sich mit einigermassen bekannten Sachverhalten beschäftigt, und wenn es schnell gehen soll.

Die offene Frage wird meist aus zwei Gründen verwendet: Einerseits dient sie natürlich zur Informationsgewinnung, zum Anderen zeigt sie aber auch einen stark motivierenden Effekt. Wenn die Frage zur Informationsgewinnung eingesetzt wird, sollten Sie folgendes beachten. Brauchen Sie die offene Frage wenn Sie von Ihrem Gegenstand noch nicht so viel wissen, wenn das Universum möglicher Antworten unbekannt oder riesig ist, wenn Sie vermeiden möchten, den Befragten in eine bestimmte Richtung zu lenken.

 

Quelle: Porst, Rolf (2008): Fragebogen – Ein Arbeitsbuch, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.